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Vollrestauration eines 1956er Buick Special US Cars

Wie viel Aufwand ist nötig, um ein klassisches US Car nach Jahrzehnten zu restaurieren? Diese Dokumentation einer sehr umfassenden Oldtimer-Restauration bietet dazu einen Einblick – mit vielen Fotos, Erfahrungen und Tipps.

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Für alle, die darüber nachdenken einen Fachbetrieb mit einer aufwändigen Restauration zu beauftragen: Wie sollte das geplant und umgesetzt werden? Worauf muss man bei einer solchen Vollrestauration achten? 
Am Beispiel dieses Projekts habe ich einmal aufgelistet, was alles dazu gehört. Als Empfehlung, Orientierung und Hilfestellung. (Tipp: In einem gesonderten Beitrag gibt es auch noch ein Video des Fahrzeugs).

Dieser recht lange Beitrag soll einmal einen Überblick verschaffen, was alles bei der Restauration eines solchen Klassikers zu beachten ist. Zuerst einmal: Ganz gleich ob es eine Teilrestauration oder eine Vollrestauration ist – die Beachtung vieler Details, Erfahrung, Qualität der Arbeit und der Umgang mit Überraschungen oder Problemen gehören dazu.

Die Restauration eines Oldtimers ist immer ein vielschichtiges und oft auch kompliziertes Projekt. Karosserie, Motor, Fahrwerk, Innenausstattung – es geht darum viele, völlig unterschiedliche Materialien zu erneuern. So gut wie nur irgend möglich, ohne den Charakter des Autos zu sehr zu verändern.

Viele Arbeitschritte sind später nicht mehr sichtbar, wenn der Wagen dann fertig ist: Wo es die größten Schwierigkeiten gab und welche Schritte relativ rasch erledigt sind. Die wichtigsten Arbeitsphasen hin zu zu einer so perfekten Restauration wie bei diesem 1956er Buick Special sind hier aufgelistet.

Generelles Vorgehen: 
Das Fahrzeug wird in Baugruppen zerlegt. Das Prinzip lautet, dass jedes Bauteil direkt restauriert wird (wo möglich) und die einzelnen Teile danach eingelagert werden. Das bedeutet: Die längste Zeit nimmt die allmähliche Demontage in Anspruch. Das zieht sich. Der spätere Zusammenbau ist dann zwar immer noch viel Arbeit, geht dann aber deutlich rascher als die Demontage.

Buick Special 1956 Vollrestauration Oldtimer

Nur noch Rahmen und Fahrwerk: Der Buick wurde vollkommen zerlegt

Grundsätzlich galt es, den vorgefundenen Ist-Zustand aller Bauteile und Baugruppen genau zu dokumentieren.
Die Dokumentation erfolgte über unzählige Fotos, Zeichnungen und wichtig: schriftliche Aufzeichnungen.

Detaillierte Aufzeichnungen über die Restauration

Detaillierte Aufzeichnungen der vielen kleinen Arbeitschritte

Grundprinzip erfolgreicher Auto-Restaurationen

Fachwissen ist ebenso wichtig wie gute Organisation. Wie oben schon beschrieben, hier aber noch einmal wiederholt, weil es so wichtig ist: Teil ausbauen, restaurieren, einlagern und dazu eine umfassende Dokumentation. Einfach nur alles zu demontieren würde sonst dazu führen, dass später viele Teile nicht mehr auffindbar wären. Klar muss aber auch sein: Das dauert.

Oft unterschätzt: Der tatsächliche Restaurationsaufwand offenbart sich immer erst während der Restauration. Insbesondere bei Fahrzeugen, die bereits vor 40 oder sogar 50 Jahren gebaut wurden, gilt es neben vielen Metallteilen sowie mechanischen Bauteilen auch Kunststoffe, Dichtungen, Leisten, Scheiben und viele weitere Teile fachgerecht in Stand zu setzen. Im besten Falle lassen sich viele der Originalbauteile nach einer Aufarbeitung wieder verwenden. Im schlechten Falle können kleine, aber wichtige Teile aber auch viel Zeit kosten. Selbst mit viel Erfahrung lassen sich Überraschungen nicht vermeiden. Die wirklich kniffligen Aufgaben sind dabei schwer vorher zu sehen – doch sie treten auf. Bei jeder Fahrzeugrestauration.

Ästhetik und Restaurationsphilosophie: Je näher am Original, desto besser. Diese Philosphie wird nicht von jedem geteilt.

Die Einzelschritte einer Klassiker-Restauration

Hier eine lange Liste der Einzelschritte, die am Ende zu dem perfekten Ergebnis geführt haben. Selbst diese Auflistung gibt nicht jede einzelne Arbeit wieder – vermittelt aber einen Eindruck davon, wie viele Details zu beachten sind.

Demontagereihenfolge

Fahrwerk, Rahmen, Karosserie

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Scheiben und Innenaustattung

Armaturenbrett, Lenkung, Kabelbaum

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Motor, Auspuff, Kotflügel, Aufbereitung von Kleinteilen

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Motor auf dem Prüfstand

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Hochzeit: Der Motor wird wieder eingebaut

 

„Meine besten Freunde“

Soll heißen: Welche Kenntnisse und Herangehensweisen haben einen Einfluss bei einem solchen Projekt?

Empfehlungen

Zuletzt, meine wesentlichen Empfehlungen für die umfassende Restauration eines solchen Klassikers in Kurzform:

Arbeiten in Baugruppen,
kein Zerlegungswahn,
so gut wie alles selber machen und wo es nicht geht … gute handwerkliche Partnerunternehmen (Sattler und Lackierer),
Verwendung von alten Teilen (nach der Aufarbeitung), es gibt nichts Besseres!!!
Dichtmasse von 3M USA (# 08509 Auto Bedding and Glazing Compound), in Deutschland nicht erhältlich,
Teroson, Terostat VII, plastische Abdichtschnur

Und, zuletzt als ganz wichtiger Faktor: Ein Auftraggeber, der unendlich viel Freude an einem solchen Projekt und viel Verständnis für die konkreten Herausforderungen hat, die sich im Laufe des Projekts ergeben.

Weitere Fotos:
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